Was ist eine Beobachtung?
Eine Beobachtung ist kein eigenes Spiel. Du scoutest ein Spiel zweier Gegnerteams, an dem deine Mannschaft nicht beteiligt ist — etwa den nächsten Gegner gegen einen Dritten. Du wählst Team A und Team B, legst fest, welche Seite du beobachtest, und erfasst nur deren Würfe. Kein Spielstand, keine Uhr, keine Minute: Eine Beobachtung ist ein Wurfbild-Erfasser, kein mitgeschriebenes Spiel. Sie zählt nie zu euren eigenen Statistiken, taucht nicht in der Saison-Analyse auf und lässt sich nicht als Spiel-Link teilen. Ausgewertet wird sie ausschließlich im Gegner-Bereich des beobachteten Teams — dort, wo die Steckbriefe entstehen. Ein YouTube-Link läuft beim Erfassen daneben (ab Pro), liefert aber keine Zeit.
Die vier Taps pro Wurf
Tracken öffnet einen Vollbild-Screen mit einem Schritt pro Ansicht. Erstens: Wer wirft? Der Gegnerkader als große Nummern-Kacheln, eine neue Nummer kommt über „+ Nummer“ sofort dazu. Zweitens: Wurfort tippen oder den Laufweg mit dem Finger bis zum Wurfort ziehen — der große Knopf „7m“ überspringt den Schritt. Drittens: Tor, Kein Tor oder Geblockt; Geblockt speichert sofort. Viertens: Wurfart und Flugbahn sind vorbelegt, ein Tipp ins Tor setzt den exakten Torpunkt und speichert den Wurf. Ein Punkt im Rahmen bei „Kein Tor“ heißt gehalten, außerhalb heißt vorbei. Danach geht es zurück zu Schritt 1 — der Schütze wird nie vorausgewählt, jeder Wurf beginnt mit der Nummer.
Steckbrief lesen als Torwart
Je Schütze zeigt der Steckbrief Nummer, Name, erfasste Würfe und ganz oben die Top-3-Fakten als Sätze: Lieblingsecke, 7m-Ecke, bevorzugte Wurfart — vorausgesetzt mindestens vier Würfe mit mindestens 60 % Anteil, bei Siebenmetern reichen drei. Darunter das Wurfbild, das Treffbild gehalten/Tor, die 7m-Ecke und die Wurfart. Gegnerwürfe sind orange, das Ergebnis zeigt die Form: gefüllt ist reingegangen, Kontur gehalten, blass vorbei oder geblockt. Ein Stichproben-Badge ordnet ein, wie belastbar das ist: unter fünf Würfen „zu wenig“, 5–19 „erste Tendenz“, ab 20 „Tendenz“. Dazu kommt deine Trainernotiz — für Spieler sichtbar nur mit dem Haken „für Spieler“, sonst bleibt sie intern.
Laufwege statt Zonen
Ein Zonen-Wurfbild sagt dir, dass die 7 aus dem linken Rückraum trifft. Ein Laufweg sagt dir, woher sie kommt: Kreuzt sie vom Mittelblock, läuft sie den Übergang, zieht sie außen vorbei? Beim Erfassen ziehst du den Weg mit dem Finger über das Feld, der letzte Punkt ist der Wurfort. Im Steckbrief siehst du die Linien je Schütze, Würfe ohne Laufweg als Punkt dazu. Gibt es keine Laufwege, wechselt das Wurfbild automatisch auf Zonen mit Quote je Feldzone, anklickbar als Filter; ohne einen einzigen Wurfort stehen die nackten Zahlen. Siebenmeter liegen alle auf demselben Punkt und erscheinen deshalb nur im Wurfzähler und im Treffbild.
Spielbericht importieren
Du musst nicht bei jedem Spiel selbst in der Halle sitzen. Mit „Spielbericht importieren“ übernimmst du fertige Spiele eines Gegners gegen Dritte, z. B. aus handball.net oder Handball4All — mehrere Partien auf einmal. Je Spiel entsteht eine Beobachtung, Nummern und Namen aus der Aufstellung landen beim Import im Gegnerkader. Importiert werden nur Ticker-Daten: Tore, Siebenmeter, Zeitstrafen, Auszeiten — ohne Wurfort. Die Tore zählen im Steckbrief, fließen aber in keine Quote ein; der Hinweis „Wurfbild fehlt“ zeigt genau das. Beobachtest du danach ein Spiel dieses Teams selbst, kommen die Wurforte dazu. handball.net liefert Namen, Handball4All nur die Nummern aus dem Ticker. Ein zweiter Import derselben Spiele legt nichts doppelt an.
Gegnerkader bleibt privat
Der Gegnerkader ist org-privat: Was du über einen Gegner notierst, sieht nur deine Mannschaft. Er erscheint nie im öffentlichen Spiel-Link und wird nie mit anderen Mannschaften geteilt — auch nicht beim Spiel koppeln: Dort tauscht jede Seite nur ihre eigenen Würfe aus, Namen nur, wenn die andere Mannschaft „Spielernamen mitschicken“ aktiviert. Im Kader pflegst du je Spieler die Nummer, optional Name, Position, Wurfhand und eine Notiz; jede Nummer, die du in einer Beobachtung neu antippst, steht sofort drin. Einen Namen, den du selbst eingetragen hast, überschreibt der Import nie. An deine Spieler gehen immer nur Trikotnummern und Wurfdaten — Namen nur, wenn welche im Kader stehen, Notizen nie ohne den Haken „für Spieler“. Das Rohvideo eines fremden Spiels sehen nur Trainer und Torhüter.
Für wen lohnt es sich — und was kostet es?
Für Torwarttrainer, die vor dem Anwurf wissen wollen, wohin der Rückraum wirft. Für Trainer ab Bezirksliga, die den nächsten Gegner ohnehin anschauen und die Erkenntnisse nicht mehr aus dem Gedächtnis diktieren wollen. Für Jugendteams, die Scouting lernen, ohne Videoschnitt. Gegnerkader, Beobachtung und Steckbriefe gibt es ab dem Team-Tarif für 25 € pro Monat oder 249 € pro Saison; die Vorbereitung, in der dein Torwart die Steckbriefe zuerst sieht, und Video beim Erfassen ab Pro für 45 € pro Monat oder 449 € pro Saison. Starter ist dauerhaft kostenlos — Steckbriefe lassen sich dort ansehen, aber keine Beobachtung anlegen. Monatlich kündbar, wenn die Saison vorbei ist.